Erster Medical Point gegründet
MP Lindau in Takad (West-Aleppo) — der erste Medical Point beginnt seine Arbeit.
Dr. Adnan Wahhoud dokumentiert seine Hilfsreisen nach Syrien in detaillierten Berichten. 44 Reiseberichte und ein Erdbeben-Sonderbericht umfassen heute den Zeitraum 2016–2026 — von der Reise im November 2016 bis zur historischen Reise kurz nach dem Regimesturz im Dezember 2024 und der jüngsten Konsolidierung im Januar 2026.
MP Lindau in Takad (West-Aleppo) — der erste Medical Point beginnt seine Arbeit.
Medical Point im christlichen Dorf Yakobiya — wird später (Oktober 2024) das 10-Jahre-Jubiläum feiern.
Vor der Reise war ein Interview mit Bayern 1 aus Aleppo verabredet. In der Nacht auf Donnerstag zeichnete Wahhoud mit Heft, Stift und Taschenlampe die Luftangriffe auf: zehn Einschläge in kurzer Zeit, zwischen 1:45 und 4 Uhr weitere vierzig. Darauf beruhte das Interview. Für 6.982 Euro wurden Medikamente für alle sechs Medical Points gekauft — eines der fünf Lager war ausgebombt.
Bericht (PDF) ↗Der Medical Point Lindau in Khan Alassal wird aus Sicherheitsgründen vorläufig geschlossen. In Atareb wird eine Ambulanz mit Apotheke in der Schule für Kindererziehung eingerichtet.
Bericht (PDF) ↗Medikamente aus Spenden von LZ-Lesern, Brennholz für die Armen in Jabal Shahshabo. Vertriebene Familien aus Aleppo werden ins Waisenprojekt aufgenommen.
Bericht (PDF) ↗Ende März werden die Ambulanzen mit Medikamenten versorgt. Zur Zeit des Giftgasanschlags in Khan Schaichun ist Wahhoud im Medical Point Fattiere, rund 25 Kilometer entfernt; danach fährt er selbst hin.
Bericht (PDF) ↗Der Cousin entwirft die Skizze einer Wohnsiedlung für 16 Familien — die spätere Wohnsiedlung Toubat im Norden Idlibs.
Besuch aller sieben Medical Points, Gehälter für Ärzte, Apotheker, Pflegepersonal und Hausmeister. Arzneimittel und Verbandszeug für 7500 Euro werden im Land gekauft.
Bericht (PDF) ↗Im Medical Point Giessen in Orom werden im Juli 12 Neugeburten betreut, dazu je zwei Kurse in Erster Hilfe und Zivilschutz im Kriegszustand.
Bericht (PDF) ↗In Failoun sind 80 % der Häuser zerstört, die Einwohner kehren zurück; Wahhoud verspricht ihnen einen Medical Point. In Orom werden eine Krankenschwester und eine Apothekerhelferin ausgebildet.
Bericht (PDF) ↗Besuch der sieben Ambulanzen, Medikamente und Gehälter. Der Medical Point Krumbach in Jabal Wastani bekommt ein neues Gebäude; im November fast 12 000 Behandlungen.
Bericht (PDF) ↗In Blanta nordwestlich von Aleppo geht ein neuer Medical Point in Betrieb — der fünfte, der den Zusatz Lindau trägt. Die Monatsstatistik für Januar zählt 11.754 Krankenbesuche an sieben Medical Points und zwei Schularztstationen; 61 Prozent der Patienten sind Kinder, drei von vier bekommen ihre Medikamente kostenlos.
Bericht (PDF) ↗Medikamente für die Ambulanzen, Besuche bei Geflohenen aus Ost-Ghouta in Erstaufnahme-Lagern. Medikamente und Schulsachen aus Deutschland warten seit zwei Monaten im türkischen Zoll.
Bericht (PDF) ↗Der Container mit gespendeten Medikamenten aus Deutschland ist angekommen: Verteilung an Krankenhäuser, Schultaschen für die Kinder. Wüstenkind e. V. übernimmt die Reparatur des Pumpwerks in Jabal Wastani.
Bericht (PDF) ↗Medikamente für über 12 000 US-Dollar für die sieben Ambulanzen. In Blanta bekommen die Kinder im neuen Schulhof feste Winterschuhe und Mittagessen; Wüstenkind e. V. spendet 12 Fenster für die Grundschule Fattiere.
Bericht (PDF) ↗Eröffnung eines Kindergartens in Fattiere für 46 Halbwaisen; die laufenden Kosten trägt Wüstenkind e. V. Der Medical Point in Blanta heißt nun „Oberschwaben“.
Bericht (PDF) ↗Die Apotheken aller sieben Medical Points werden aufgefüllt, zu Ostern gibt es kleine Geschenke für die Christinnen, die er unterstützt. Der Medical Point Lindau in Tuum ist in neue Räume umgezogen.
Bericht (PDF) ↗Medikamente für rund 12 000 US-Dollar für alle Apotheken. Mit Spenden der KKNH und von Wüstenkind e. V. werden 1300 Lebensmittelkörbe an Bedürftige verteilt; in Fattiere sind Schule und Kindergarten geschlossen.
Bericht (PDF) ↗Menschen fliehen nach Norden in Richtung türkische Grenze; kurz nach der Ankunft explodiert 100 Meter vom Medical Point Fattiere eine Fassbombe. Der Medical Point Fattiere bleibt vorerst geschlossen.
Bericht (PDF) ↗Die Einreisegenehmigung steht nicht im neuen Pass, der Schlagbaum bleibt zu. Die Arbeit in den Ambulanzen übernimmt Mohammad Altaher; Winterhilfe mit Wüstenkind e. V.: 60 Tonnen Brennholz und 4000 Liter Heizöl.
Bericht (PDF) ↗Besuch aller sieben Medical Points. Auf 14 000 Quadratmetern Land nahe der türkischen Grenze beginnt am 10. Dezember 2019 die Arbeit für 80 Familien.
Bericht (PDF) ↗Der Medical Point Lindau in Takad wird am 15. Februar bombardiert, Mitarbeiter aus vier Medical Points fliehen mit ihren Familien. Ab 24. Februar in Syrien: Arbeit an der Wohnsiedlung für mindestens 80 Familien.
Bericht (PDF) ↗In den Medical Points tragen alle Mitarbeiter Masken und Handschuhe, Wände, Böden und Türen werden regelmäßig desinfiziert. Der Medical Point Oberschwaben wird neu in Salwa gebaut — als Ersatz für Blanta. Im Projekt „Dach über den Kopf“ sind bis April achtzig Fundamentplatten fertig, jede acht mal acht Meter, gewährt als zinsloses Darlehen von 720 US-Dollar.
Bericht (PDF) ↗Erste Reise nach Corona-Lockdown. Eröffnung des neuen Medical Point Oberschwaben in Salwa (in Betrieb seit 1. Juni 2020), erste Bestandsaufnahme der Wohnsiedlung Toubat mit 85 Flüchtlingsfamilien aus den zerstörten Dörfern Fattiere und Takad — und 4.725 Patienten allein im Juni.
Bericht (PDF) ↗Wintersachen aus Deutschland für die Kinder der Wüstenkind-Kita und -Schule. Coronainfektion auf der Rückreise, 14 Tage Hausisolation in der Süd-Türkei.
Bericht (PDF) ↗Kompakter Februar-Aufenthalt — Routinebesuche in den Medical Points und Lieferung von Hilfsgütern.
Bericht (PDF) ↗Weil das Leben in den Zelten nach Jahren unmöglich wird, bauen Familien ihre Behausungen in und an die historischen Ruinen — das Kulturerbe verschwindet Stück für Stück. In Toubat werden die Sandwege mit Natursteinen aus den umliegenden Bergen gepflastert, rund 350 Meter. Die Arbeit ist bewusst aufwendig gewählt: sie ernährt vierzehn Familien. Im März werden 5.751 Patienten behandelt, 60 Prozent davon Kinder.
Bericht (PDF) ↗Erweiterung der Wohnsiedlung Toubat um 32 Plätze: 500 m² Spielplatz, Bäckerei mit Imbisstube und ein 205 m tiefer Solar-Brunnen für die Trinkwasserversorgung.
Bericht (PDF) ↗Die Wohnsiedlung Toubat steht: Wohnungen, Medical Point, Kindergarten, Schule. Im Sommer 2021 kommt der Spielplatz dazu.
Fortsetzung der Bauarbeiten in der Wohnsiedlung — Spielplatz, Versorgungsinfrastruktur und Schulvorbereitung.
Bericht (PDF) ↗Fünfundvierzig Kinder in zwei Gruppen — Schmetterlinge und Vögel —, dazu jeden Tag ein leichtes Frühstück aus der Dorfbäckerei. In der Schule Wüstenkind sind 250 Kinder der Klassen eins bis neun angemeldet. Zum Thema Frieden wird ein Malwettbewerb ausgeschrieben: eines der Bilder zeigt eine Stadt mit Moschee und Kirche nebeneinander, ein anderes ein Flugzeug, das Geschenke und Blumen abwirft.
Bericht (PDF) ↗Eine Winterreise, die nicht nur Hilfsgüter liefert, sondern die Frage stellt, wem die humanitäre Arbeit politisch nützt — und wie sie unabhängig bleibt.
Bericht (PDF) ↗Erste Reise nach Kriegsbeginn in der Ukraine. Während die Welt nach Osten schaut, bleibt die Not in Nordsyrien — nur die Aufmerksamkeit fehlt.
Bericht (PDF) ↗Die Lage in Idlib unter dem Druck syrisch-russisch-iranischer Verbände. Versorgung der Inlandsflüchtlinge in den Camps zwischen den Olivenhainen.
Bericht (PDF) ↗Eine Solidaritätsaktion im Landkreis Roth: jeder Einwohner spendet einen Euro. Die gesammelten Mittel fließen direkt in die Medical Points.
Bericht (PDF) ↗Russische und iranische Luftangriffe treffen Krankenhäuser und Wohngebiete in Idlib. Die Medical Points arbeiten unter Schutzdach weiter.
Bericht (PDF) ↗Türkei und Nord-Syrien werden von einer Erdbebenserie getroffen. Die Reise im März 2023 sieht die Schäden vor Ort.
Sonderbericht direkt nach dem schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023. Suppenküche Idlib verdoppelt auf 1.800 Portionen/Tag, neue Suppenküche in Toubat mit 400 Portionen, Bäckerei Mahal Hani auf Volllast — alle vier Medical Points im Erdbebengebiet erhöhen ihre Öffnungszeiten auf sechs Tage die Woche.
Bericht (PDF) ↗Erste Reise nach dem schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023. Schäden an Häusern und Versorgungseinrichtungen — und die ersten Nothilfe-Maßnahmen vor Ort.
Bericht (PDF) ↗Feiertage zwischen Trauma und Hoffnung. Verteilung von Festtagsversorgung an die Familien in den Camps und in der Wohnsiedlung Toubat.
Bericht (PDF) ↗Verschärfte Bombardements treffen Wohngebiete und Versorgungslager. Die Medical Points kompensieren ausfallende staatliche Strukturen.
Bericht (PDF) ↗Spendensammlung in Deutschland, direkte Verteilung in Syrien — und die Beobachtung, wie europäische Feiertage und syrische Not in einer Person zusammenkommen.
Bericht (PDF) ↗Ausbau der drei Suppenküchen (Idlib, Toubat, Ain Tarma) auf rund 3.000 Mahlzeiten pro Tag. Die Armenspeisung wird zum festen Teil der Versorgung.
Bericht (PDF) ↗Schuljahresabschluss in den von Wahhoud finanzierten Schulen. Zeugnisse, kleine Feiern und ein Blick auf die jungen Menschen, für die diese Arbeit gemacht wird.
Bericht (PDF) ↗Sommer in den Camps. Konzentration auf die Grundbedürfnisse Wasser, Brot, Medizin, Schule — in einer internationalen Aufmerksamkeitskrise.
Bericht (PDF) ↗Im Oktober 2024 feiert der Medical Point im christlichen Dorf Yakobiya, gegründet im Oktober 2014, sein Jubiläum. Zu Besuch kommt Dr. Mazen Duchan, Gesundheitsminister der selbst verwalteten Gebiete in Nordwest-Syrien.
Bericht (PDF) ↗Das Assad-Regime fällt. Drei Tage später beginnt die nächste Reise (11.12.24 – 16.1.25); Damaskus wird zum ersten Mal seit Jahren wieder zugänglich.
Einreise am 13. Dezember in das vom Regime befreite Syrien — für Wahhoud eine historische Reise. Mehrmals fährt er zwischen Idlib und seiner Heimatstadt Damaskus hin und her.
Bericht (PDF) ↗Anpassung der Reise-Logistik nach dem Regimewechsel: andere Routen, neue Verfahren, dieselbe Mission. Erste regulärere Aufenthalte in der Hauptstadt.
Bericht (PDF) ↗Theophil und Angelika Steuer (KKNH e.V. Roth) reisen erstmals selbst nach Syrien. Wahhoud begleitet sie mit seiner Frau Hayat — die längste Reise der Chronik (zehn Wochen).
Bericht (PDF) ↗Die jüngste dokumentierte Reise: Konsolidierung der Projekte unter den neuen politischen Verhältnissen. Dialyse-Sets in Damaskus, Wiederaufbau in Ain Tarma.
Bericht (PDF) ↗Alle Reiseberichte © Dr.-Ing. Adnan Wahhoud, Initiative „Lindauhilfe für Syrien“