Elf Orte, zehn Medical Points — einer von ihnen musste umziehen und heißt heute anders. Der erste ging 2013 in Betrieb; zeitweise arbeiteten sieben gleichzeitig, heute sind vier aktiv, alle in der Provinz Idlib. Behandlung und Medikamente sind kostenlos, für alle.
11 Orte seit 20134 heute aktivkostenlos für alle
Reisechronik
Dr. Adnan Wahhoud dokumentiert seine Hilfsreisen nach Syrien in detaillierten Berichten. 44 Reiseberichte und ein Erdbeben-Sonderbericht umfassen heute den Zeitraum 2016–2026 — von der Reise im November 2016 bis zur historischen Reise kurz nach dem Regimesturz im Dezember 2024 und der jüngsten Konsolidierung im Januar 2026.
Jeder Medical Point trägt den Namen der deutschen Stadt, aus der die Spenden kamen. Die Schilder folgen alle demselben Bau: oben das grüne Band mit dem englischen Namen, in der Mitte die Bögen aus deutscher und syrischer Flagge, unten die arabische Zeile. Für einen Ort gibt es zwei Schilder — er hat unterwegs den Namen gewechselt.
The Medical Point Lindau in Takad11. Oktober 2015
THE MEDICAL POINT GIESSEN IN IBBIN24. November 2013
The Medical Point Roth in Abzemo7. August 2014
Medical Point Lindau in Yakobiya30. September 2021
The Medical Point Lindau in Khan Al-Assal13. Juni 2014
The Medical Point Roth in Fattiere1. Februar 2017
The Medical Point Krumach in jabal Wastani18. November 2024
Medical Point Lindau in Tuum15. August 2024
The Medical Point Giessen in Orom29. März 2017
The Medical Point Lindau in Blanta4. Juni 2018
Medical Point Oberschwaben in Salwa2. Juli 2020
Medical Point Oberschwaben in Toubat27. September 2023
Heute aktiv
MP Lindau in Yakobiya
aktiv
Idlib · christliches Dorf nahe der türkischen Grenze
Im christlichen Dorf Yakobiya, zwischen den Nachbardörfern Qnayya und Jdaida. Christen und Muslime arbeiten hier im selben Team und behandeln Patienten beider Gemeinden. Seit Juli 2021 gehört eine Hebamme zum Personal. Zum zehnjährigen Bestehen kam im Oktober 2024 der Gesundheitsminister der selbstverwalteten Gebiete zu Besuch.
seit Oktober 2014
MP Krumbach in Jabal Wastani
aktiv
Idlib · Bergland, rund 1000 m Höhe
Auf rund 1000 Metern Höhe im Bergland Jabal Wastani, dem „Mittelberg“. Der Medical Point versorgt die Bewohner von vierzehn entlegenen Dörfern und ist in einem angemieteten Wohnhaus untergebracht. Getragen wird er vom Textilunternehmen UTT in Krumbach. Seit August 2024 hat auch dieser Standort ein Ultraschallgerät — damit sind alle vier ausgestattet.
MP Lindau in Tuum
aktiv
Idlib · nordöstlich der Stadt Idlib
Eröffnet im Januar 2017 als vierte Ambulanz mit dem Namen Lindau, im Ort Tuum nordöstlich der Stadt Idlib. Im März 2019 zog der Medical Point in größere Räume. Er ist die erste Station, wenn Adnan Wahhoud auf seinen Reisen die vier Standorte abfährt.
seit Januar 2017
MP Oberschwaben in Toubat
aktiv
Nord-Idlib · Siedlung Toubat auf Salwaer Gemarkung
Ein Medical Point, ein Umzug, drei Namen. In Blanta ging er im März 2018 in Betrieb und am 15. Februar 2020 außer Betrieb. Dreieinhalb Monate später öffnete er neu gebaut in der Siedlung auf Salwaer Gemarkung, mit dem Personal der verlorenen Punkte aus Fattiere und Takad. Später wechselte das Schild vom Gemeindenamen Salwa auf den Dorfnamen Toubat — der Name Salwa ist bis Mai 2021 bezeugt, der Name Toubat ab Mai 2022; der Monat des Wechsels steht in keiner Quelle.
BlantaMärz 2018 – Februar 2020In Betrieb ab März 2018, zunächst unter dem Namen Lindau, ab Januar 2019 unter Oberschwaben. Am 15. Februar 2020 außer Betrieb.
SalwaJuni 2020 – April 2022Neubau in der Siedlung: zwei Untersuchungsräume, Apotheke, Warteraum. Personal und 85 Flüchtlingsfamilien kamen aus Fattiere und Takad.
Toubatseit Mai 2022Derselbe Ort — gewechselt hat nur der Name auf dem Schild, vom Gemeindenamen Salwa auf den Dorfnamen Toubat.
seit März 2018
Geschichte
Sechs Standorte arbeiten heute nicht mehr.
MP Lindau in Takad
zerstört
West-Aleppo
Der erste Medical Point, eröffnet im Juni 2013. Sieben Jahre lang war er die einzige medizinische Anlaufstelle für Takad und die Nachbardörfer. In der Nacht zum 15. Februar 2020 mussten die Bewohner ihr Dorf verlassen; am selben Tag wurde der Medical Point bombardiert. Sein Team arbeitet seither in Salwa weiter.
Juni 2013 – Februar 2020
MP Gießen in Ibbin
geschlossen
West-Aleppo · rund 35 km westlich der Stadt
Der erste von Gießen getragene Medical Point. Am 17. November 2013 hing über der Tür noch ein handgemaltes Holzschild; sechs Tage später wurde die gedruckte Tafel darüber montiert — auf der Aufnahme vom 23. November 2013 sind beide zusammen zu sehen. Von Ibbin aus begann auch das Waisenprojekt der Lindauhilfe: im März 2014 betreute es 37 Familien mit 109 Halbwaisen, im Juni 2014 bereits 54 Familien mit 175 Kindern. Eine Übersichtskarte vom November 2014 führt Ibbin als einen von fünf Standorten. Wann der Medical Point schloss, ist nicht belegt.
ab November 2013 · Ende nicht belegt (letzter Beleg: November 2014)
MP Roth in Abzemo
geschlossen
Nordwest-Syrien
Getragen vom Landkreis Roth. Die Einrichtung zog sich von Juni bis August 2014 hin — Regale, Malerarbeiten, Sanitär, Türen, Schlösser; die Kostenaufstellung führt sechzehn Posten. Die Eröffnungsbekanntmachung vom 12. Juli 2014 nennt zwei Sprechtage in der Woche, der Handzettel vom August bereits vier. Neben der Sprechstunde wurde Säuglingsmilch ausgegeben. Für das Jahr 2015 verzeichnet der Bericht an den Landkreis 11.736 Krankenbesuche, 63 Prozent davon Kinder; von Januar bis September 2016 kamen 11.409 hinzu. Wann der Medical Point schloss, ist nicht belegt.
ab Juli 2014 · Ende nicht belegt (letzter Beleg: September 2016)
MP Roth in Fattiere
zerstört
Süd-Idlib
Der südlichste Standort und über Jahre der größte: bis zu 2.900 Krankenbesuche im Monat, im Umkreis von zwanzig Kilometern gab es keine andere medizinische Einrichtung. Im August 2019 schlug eine Fassbombe hundert Meter neben dem Gebäude ein; im Oktober arbeitete das Team wieder. Am 1. Februar 2020 musste der Medical Point endgültig schließen, wenig später war er zerstört.
bis Februar 2020
MP Lindau in Khan Alassal
geschlossen
West-Aleppo · vor den Toren Aleppos
Direkt vor den Toren Aleppos. Im November 2016 musste der Medical Point wegen der Luftangriffe erstmals schließen und konnte im Februar 2017 wieder öffnen. Ab März 2019 war er nur noch an zwei Tagen in der Woche besetzt, weil Ärzte fehlten — viele hatten das Land verlassen. Am 1. Februar 2020 wurde er endgültig geschlossen.
bis Februar 2020
MP Lindau in Orom
geschlossen
Nordwest-Syrien
Ab Februar 2017 in Betrieb, zunächst getragen vom Verein Olivetas aus Bad Nauheim, ab Oktober 2017 von der Lindauhilfe. Der einzige Medical Point mit eigener Geburtshilfe: allein im September 2017 wurden dort zwölf Geburten betreut. Ausgebildet wurden hier außerdem eine Krankenschwester und eine Apothekenhelferin. Im November 2017 war Orom mit 2.680 Krankenbesuchen der größte aller Standorte.
Februar 2017 – November 2017
Was wir vor Ort tun
Medizinische Grundversorgung
Untersuchungen, Wundversorgung und Behandlung akuter Erkrankungen für Erwachsene und Kinder.
Mutter-Kind-Versorgung
Schwangerschaftsbegleitung, Geburtshilfe und Versorgung von Säuglingen unter schwierigen Bedingungen.
Medikamentenversorgung
Beschaffung und Verteilung essentieller Medikamente — direkt im Land eingekauft, gegen Schmerz, Infektionen und chronische Krankheiten.
Lokales Personal
Beschäftigung syrischer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte — Hilfe schafft Würde und Arbeitsplätze.
Waisenhilfe
Monatliche Unterstützung von rund 225 Halb- und Vollwaisen aus 119 Familien — mitgetragen von der Peter-Dornier-Stiftung.
Verbindung Deutschland — Syrien
Transparente Koordination zwischen deutschen Unterstützern und syrischen Partnern vor Ort.
Wahhouds eigene Hand
„Dach über dem Kopf“ — die Wohnsiedlung Toubat
Binnenflüchtlinge sollten nicht irgendwo ein Zelt aufstellen und den Winter im Freien verbringen müssen. Aus diesem Satz wurde ein Dorf: 20.000 Quadratmeter in der Provinz Idlib, Baubeginn am 10. Dezember 2019. Jede Familie bekommt ein Grundstück von 8 × 8 Metern mit Fundament, dazu 800 US-Dollar als zinsloses Darlehen, zurückzuzahlen in Raten von 10 Dollar im Monat.
20.000 m²Grundstück in Idlib125Familien800 $je Familie, zinslos geliehen2Brunnen mit Solarpumpen
Vom Bauplan zur Siedlung
Bevor Toubat entstand, gab es diese Skizze: Dr. Wahhoud zeichnete den vollständigen Bebauungsplan eigenhändig auf kariertes Papier — 30 nummerierte Parzellen, Lebensmittelladen (28), Imbissstube (29), Friedhof (30), Vierer-Wohnblöcke, Moscheen, Asphalt- und Kieswege. Die Beschriftung ist zweisprachig in Deutsch und Arabisch.
Was als Strich auf kariertem Papier begann, steht heute auf 20.000 Quadratmetern in Idlib — Heimat für 125 Familien.
SkizzeHandzeichnung auf kariertem Papier — vor BaubeginnRealitätDrohnenaufnahme der gebauten Siedlung — 125 Familien
Wie Toubat entstanden ist
Zweiundvierzig Aufnahmen, vom ersten Blatt Millimeterpapier bis zu den Beeten vor den Häusern. Die Pläne hat Adnan Wahhoud selbst gezeichnet; die Daten darunter stehen auf den Zeichnungen und in den Kameradaten der Fotos. Wo kein Datum überliefert ist, steht keins.
Die Pläne
19. Dezember 2019Der erste Siedlungsplan: 27 nummerierte Grundstücke, mit Maßen und Himmelsrichtungen, beschriftet auf Deutsch und Arabisch.
März 2020Bauplan der Grundschule „Wüstenkind“: sechs Klassenzimmer, Flur, Lehrerzimmer.
13. März 2020Das Obergeschoss derselben Schule, mit der Treppe zum Kindergarten.
13. März 2020Grundriss des Kindergartens.
13. März 2020Ein zweiter Kindergarten-Grundriss vom selben Tag.
14. März 2020Grundriss des Medical Point.
Derselbe Siedlungsplan mit Legende: Lebensmittelladen, Imbissstube, Friedhof.
12. August 2020Der Grundriss der Moschee.
12. April 2021Erweiterungsplan: vier weitere Häuserblöcke, die Wege gelb eingetragen.
12. April 2021Derselbe Erweiterungsplan, ergänzt um Brunnen, Kinderspielplatz und Hauptstraße.
10. April 2023Eine Ballspielfläche für Kinder und Jugendliche, 16 Meter lang.Der Bau
6. Dezember 2019Der Hang, bevor gebaut wurde: Olivenbäume, Steine, zwei Männer.
6. Dezember 2019Dasselbe Grundstück von weiter oben.
11. Dezember 2019Fünf Tage später steht der Bagger da. Adnan Wahhoud hält den Plan in der Hand.
11. Dezember 2019Die ersten Steine sind aus dem Hang gebrochen.
24. Februar 2020Zweieinhalb Monate später: die Fundamente stehen.
26. Februar 2020Mauern aus Natursteinen, im Hintergrund arbeitet der Bagger weiter.
26. Februar 2020Dieselbe Baustelle, ein paar Schritte weiter.
29. Februar 2020Wasserleitungen werden zwischen die Mauern gelegt.
29. Februar 2020Das Wasser kommt an.
3. März 2020Zwischen den Fundamenten stehen schon Zelte.
30. September 2020Ein halbes Jahr später: die Betonstützen des nächsten Blocks stehen.
4. Oktober 2020Steine werden auf Maß geschnitten.
4. Oktober 2020Die Mauern wachsen.
5. Oktober 2020Adnan Wahhoud auf der Baustelle, die Aktentasche in der Hand.
5. Oktober 2020Dieselbe Ecke, ein Maurer setzt den nächsten Stein.
6. Oktober 2020Die Straße zwischen den Häuserblöcken, rechts und links die Rohbauten.
Ein Rohbau mit Gerüst, zwei Arbeiter tragen Steine heran.
Der Anschluss der Wasserleitung.
18. Juli 2023Der Brunnen mit seiner Inschrift, dahinter die Solarzellen, die ihn speisen.Das Dorf heute
Das Ortsschild „Toubat“ am Abend.
Die Dorfstraße, links der Laden.
Über die Dächer hinweg ins Tal.
Ein Kind vor einem fertigen Haus, davor angelegte Beete.
Gepflasterte Wege zwischen den Häusern; am Haus rechts hängt das Schild des Medical Point.
Eine Natursteinmauer mit frisch bepflanztem Beet.
Ein Olivenbaum, gepflanzt vor dem Haus.
Ein fertiges Haus mit Fenstern und Tür.
Der Spielplatz mit Schaukel, Rutsche, Wippe und Bänken.
Kinder auf dem Spielplatz, dahinter die Olivenhaine.
Ein Maisbeet zwischen den Häusern, Kinder schauen zu.
Junge Pflanzen im Beet.
Die Moschee, Blatt für Blatt
Auch der Gemeinschafts- und Gebetsraum beginnt als Handzeichnung auf kariertem Papier.
Die Handzeichnung, 12. August 2020.
Das zweite Blatt, 15. August 2020.
Das dritte Blatt derselben Reihe.
Die Stützen stehen, das Gelände ist geräumt.
Blick über die Baustelle in die Olivenhaine.
Adnan Wahhoud zwischen den Stützen.
Ein Maurer setzt die Natursteinschale.
Adnan Wahhoud auf der Baustelle.
Der künftige Innenraum, noch im Rohbau.
Adnan Wahhoud an der fertigen Steinmauer.
Zugeschnittene Steine warten vor dem Bau.
Mauern und Fensteröffnungen.
Die Bewehrung der Decke liegt.
Die Deckensteine werden gesetzt.
Der Rohbau steht.
Die Natursteinfassade mit den grünen Fenstergittern.
Dieselbe Seite, die Beete sind angelegt.
Beide Minarette, von der Straße aus.
Ein Minarett in ganzer Höhe.
Die Spitze mit dem Halbmond.
Das grüne Eingangsportal.
Adnan Wahhoud auf der Kanzel.
Innen: die Gebetsnische und die Kalligrafietafel darüber.
Der Gebetsraum mit ausgelegten Teppichen.
Abends, die Beleuchtung brennt.
Abenddämmerung über beiden Minaretten.
Die Siedlung aus der Luft
Die Siedlung am Hang, dahinter die Olivenhaine.
Senkrecht von oben: Flachdächer und Solarzellen.
Die mit Natursteinen gepflasterten Wege.
Die Zufahrt ins Dorf.
Der obere Teil der Siedlung, schräg von der Seite.
Das ganze Dorf, von weit oben.
Toubat aus der Drohne
Am Ortsschild von ToubatAdnan Wahhoud am Ortsschild; die Drohne steigt auf und gibt den Blick über die Siedlung frei.Die ganze SiedlungToubat aus großer Höhe, einmal umflogen: die weißen Häuser im Karree, ringsum Olivenhaine und gepflügte Felder.Von weit nach nahSenkrecht über dem Ort, langsam tiefer: die gepflasterten Wege, die Solarzellen auf jedem Dach, der Platz in der Mitte.Über den Ort, vom Spielplatz bis ganz nach obenDer längste Flug: erst dicht über den Häusern, dann über den Spielplatz mit Schaukel und Rutsche, zuletzt senkrecht hinauf über die ganze Siedlung.Über den DächernNah über den einzelnen Häusern: Wassertanks, Solarzellen, Wäsche auf den Dächern, Menschen auf dem Platz davor.Zwischen den HäusernSchräg über die Häuserzeilen: Balkone, Gärten zwischen den Mauern, ein Laden an der Straße.Der SpielplatzSehr nah über den Kindern auf dem Platz, dann steigt die Drohne und gibt den Blick über die Siedlung frei.Am Rand des DorfesWo die Häuser aufhören: Olivenhaine in Reihen, der Weg hinaus, eine Herde darauf.Die Siedlung von obenSenkrecht über Toubat: Flachdächer, Solarzellen, die gepflasterten Wege.Die Moschee im DorfNah über dem Gebets- und Gemeinschaftsraum: Bougainvillea in Blüte, Kinder davor.
Hilfsprojekte
Aus der medizinischen Hilfe sind weitere Projekte gewachsen — Suppenküchen, Ausbildungswerkstätten, Wiederaufbau-Hilfe. Was die Reiseberichte der vergangenen Jahre dokumentieren, läuft in voller Stärke.
Suppenküchen
Drei Wohltätigkeitsküchen
Stadtküche in Idlib, Dorfküche in Toubat und seit Januar 2025 eine neue Küche in Ain Tarma bei Damaskus. Zusammen täglich 2.500–3.000 Mahlzeiten an die Ärmsten, sechs Tage pro Woche — im Ramadan sieben. Eine Portion (1,5 l Gemüse, ½ kg Kartoffeln, 3 gekochte Eier, 3 Fladenbrote) kostet im Großeinkauf ca. 1,50 €.
~3.000Mahlzeiten täglich
Bäckerei
„Mahal Hani" im Dorf Toubat
Solar-betriebene Bäckerei, eröffnet 2021. Drei Brüder führen sie — ihr Vater und ihr älterer Bruder fielen im Krieg in Aleppo. Vom Lohn der Jungen lebt der Rest der Familie. Nach dem Erdbeben 2023 versorgte „Mahal Hani" wochenlang die Erdbebenopfer mit kostenlosen Backwaren.
3Brüder · Solar & Gas
Nähwerkstatt
Ausbildung & Produktion
Im Dorf Toubat lernen je sechs Frauen in 6-monatigen Kursen das Schneider-Handwerk: zwei Monate Grundausbildung, vier Monate Produktion. Hergestellt werden Schulkleidung für die Wüstenkind-Schule, Festkleider zum Ramadan-Fest, Kleidung für Waisenkinder und Erdbebenopfer.
6Näherinnen pro Kurs
Berufsausbildung
Elektro- & PC-Lehrwerkstatt
Seit März 2023 bildet ein Elektro-Ingenieur rund zwölf Jungen pro Jahr in Theorie und Praxis zu Elektrikern aus — finanziert durch den Deutsch-Syrischen Verein e.V. (Vorsitz Safouh Labanieh). Seit Juni 2024 läuft parallel ein PC-Ausbildungskurs für Mädchen, täglich zwei Stunden am Nachmittag.
12Schüler pro Jahrgang
Wiederaufbau
„Dach über dem Kopf" in Ain Tarma
Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 kehrten viele Familien nach Ain Tarma bei Damaskus zurück — ihre Häuser stehen noch, aber Türen und Fenster fehlen, sanitäre Anlagen sind zerstört. In drei Wintermonaten 2025/26 wurden 16 Familien mit je 500 USD beim Wiederherrichten unterstützt.
16Familien · je 500 USD
Lebensmittelhilfe
Ramadan-Pakete für 500 Familien
Zum Ramadan jährlich rund 500–690 Lebensmittelpakete à 24 kg in den ländlichen Gebieten von Idlib, Aleppo und Damaskus. Jedes Paket enthält Reis, Spaghetti, Linsen, Pflanzenöl, Datteln, Tomatenmark — Grundversorgung einer vierköpfigen Familie für drei Wochen. Großeinkauf-Kosten: 30 € pro Paket.
500–690Pakete à 24 kg
Partner & Unterstützer
Die Arbeit wird getragen von einem Netzwerk privater und institutioneller Partner — vom lokalen Service-Club bis zu Stiftungen und staatlichen Förderprogrammen.
Innerwheel Club OberschwabenFrauen-Service-ClubWüstenkind e.V.Schule & Kindergarten in SalwaLindauhilfe für SyrienInitiative · Bürgerschaft Lindau und UmgebungKKNH e.V. RothKriegskindernothilfe · TrägervereinPeter-Dornier-StiftungWaisenhilfeVIOLETSyrische PartnerorganisationRotary & Lions ClubLindauer Service-ClubsUTT KrumbachTechnische Textilien · LogistikBürgerstiftung WasserburgBenefizkonzertefriedens räume Villa LindenhofFriedensarbeit & Begegnung · LindauLions Club AachenService-Club · AachenDSV Deutsch-Syrischer Verein DresdenDeutsch-syrische Zusammenarbeit · Sachsen
Khan Schaichun · 6. April 2017
Zwei Tage nach dem Giftgasangriff
Am 4. April 2017 wurde die Stadt Khan Schaichun in der Provinz Idlib mit einem chemischen Kampfstoff angegriffen. Zwei Tage später fuhr Adnan Wahhoud selbst hin und fotografierte, was er vorfand.
Es sind Bilder des Ortes, nicht der Opfer: die markierte Einschlagstelle, das abgestorbene Grün am Straßenrand, der Ortseingang.
Die Landstraße auf die Stadt zu. Rechts ein Feld, das noch steht.
Der Wegweiser vor der Stadt: Khan Schaichun, 110 km bis Aleppo, 280 km bis Damaskus.
Die markierte Einschlagstelle in der Fahrbahn.
Dieselbe Stelle aus der Nähe: die rote Warntafel mit Totenkopfzeichen dicht am Rand des Lochs im Asphalt.
Die Straße im betroffenen Ortsteil. Auf dem Trümmerstein in der Fahrbahnmitte steht eine rote Warntafel.
Dieselbe Stelle von der anderen Straßenseite.
Wahhoud (rechts) an der Einschlagstelle, im Gespräch mit einem Pressefotografen.
Dasselbe Gespräch aus größerem Abstand. Der Fotograf trägt eine Schutzweste mit der Aufschrift „Press“.
Verdorrtes Laub unmittelbar neben unversehrtem Grün.
Dieselbe Stelle aus der Nähe: vertrocknete Blätter zwischen unversehrten.
Ein ganzer Feldrand am Ortsrand, Blatt für Blatt vertrocknet.
Weiter am selben Feldrand, dieselbe Mischung aus Verdorrtem und Grünem.
Distelbewuchs am Ortsrand, dahinter die Silos von Khan Schaichun.
Am Ortseingangstor von Khan Schaichun, mit dem Schild der Hilfsorganisation Al-Rahma.
Das Ortseingangstor von vorn. Davor stehen Marktstände unter blauen Planen.
Die markierte Einschlagstelle in der Fahrbahn
Die Filmaufnahmen desselben Tages
Die Aufnahmen haben Ton und starten deshalb erst auf Klick, nicht von selbst.
Die AnfahrtÜber Land nach Khan Schaichun, an grünen Feldern vorbei.Vor der StadtDie Felder kurz vor dem Ort, aus dem fahrenden Wagen.Der WegweiserKhan Schaichun, 110 km bis Aleppo, 280 km bis Damaskus.Am OrtseingangVorbei am Ortsschild, zwischen Olivenbäumen.Durch den betroffenen OrtsteilDie Hauptstraße, links und rechts zerstörte Häuser, keine Menschen.Die EinschlagstelleDie markierte Stelle in der Fahrbahn, mit der roten Warntafel.Am OrtsrandEine zerstörte Anlage mit Silos, Trümmer bis an die Straße.Die RückfahrtHinaus aus dem Ort, dieselbe Straße zurück.
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Jeder Euro heilt.
Die Medical Points werden ausschließlich durch private Spenden finanziert. Es gibt keinen Verwaltungsapparat — jeder Betrag fließt direkt in die Versorgung der Menschen vor Ort.
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