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Die Wohnsiedlung Toubat aus der Luft, Juni 2024
Humanitäres Werk

Medical Points

Elf Orte, zehn Medical Points — einer von ihnen musste umziehen und heißt heute anders. Der erste ging 2013 in Betrieb; zeitweise arbeiteten sieben gleichzeitig, heute sind vier aktiv, alle in der Provinz Idlib. Behandlung und Medikamente sind kostenlos, für alle.

11 Orte seit 20134 heute aktivkostenlos für alle

Reisechronik

Dr. Adnan Wahhoud dokumentiert seine Hilfsreisen nach Syrien in detaillierten Berichten. 44 Reiseberichte und ein Erdbeben-Sonderbericht umfassen heute den Zeitraum 2016–2026 — von der Reise im November 2016 bis zur historischen Reise kurz nach dem Regimesturz im Dezember 2024 und der jüngsten Konsolidierung im Januar 2026.

Zur Reisechronik

Elf Orte, dreizehn Jahre

Jeder Balken zeigt, wie lange ein Medical Point gearbeitet hat. Im Februar 2020 gingen innerhalb von zwei Wochen vier Standorte verloren.

Heute aktiv
Yakobiya seit 2014
Jabal Wastani seit 2016
Tuum seit 2017
Blanta · Salwa · Toubat seit 2018
Geschichte
Takad 2013–2020
Ibbin ab 2013
Abzemo ab 2014
Fattiere 2016–2020
Khan Alassal 2016–2020
Orom 2017

Zwölf Schilder, elf Orte

Jeder Medical Point trägt den Namen der deutschen Stadt, aus der die Spenden kamen. Die Schilder folgen alle demselben Bau: oben das grüne Band mit dem englischen Namen, in der Mitte die Bögen aus deutscher und syrischer Flagge, unten die arabische Zeile. Für einen Ort gibt es zwei Schilder — er hat unterwegs den Namen gewechselt.

The Medical Point Lindau in Takad 11. Oktober 2015
THE MEDICAL POINT GIESSEN IN IBBIN 24. November 2013
The Medical Point Roth in Abzemo 7. August 2014
Medical Point Lindau in Yakobiya 30. September 2021
The Medical Point Lindau in Khan Al-Assal 13. Juni 2014
The Medical Point Roth in Fattiere 1. Februar 2017
The Medical Point Krumach in jabal Wastani 18. November 2024
Medical Point Lindau in Tuum 15. August 2024
The Medical Point Giessen in Orom 29. März 2017
The Medical Point Lindau in Blanta 4. Juni 2018
Medical Point Oberschwaben in Salwa 2. Juli 2020
Medical Point Oberschwaben in Toubat 27. September 2023

Heute aktiv

MP Lindau in Yakobiya

aktiv
Idlib · christliches Dorf nahe der türkischen Grenze

Im christlichen Dorf Yakobiya, zwischen den Nachbardörfern Qnayya und Jdaida. Christen und Muslime arbeiten hier im selben Team und behandeln Patienten beider Gemeinden. Seit Juli 2021 gehört eine Hebamme zum Personal. Zum zehnjährigen Bestehen kam im Oktober 2024 der Gesundheitsminister der selbstverwalteten Gebiete zu Besuch.

seit Oktober 2014

MP Krumbach in Jabal Wastani

aktiv
Idlib · Bergland, rund 1000 m Höhe

Auf rund 1000 Metern Höhe im Bergland Jabal Wastani, dem „Mittelberg“. Der Medical Point versorgt die Bewohner von vierzehn entlegenen Dörfern und ist in einem angemieteten Wohnhaus untergebracht. Getragen wird er vom Textilunternehmen UTT in Krumbach. Seit August 2024 hat auch dieser Standort ein Ultraschallgerät — damit sind alle vier ausgestattet.

MP Lindau in Tuum

aktiv
Idlib · nordöstlich der Stadt Idlib

Eröffnet im Januar 2017 als vierte Ambulanz mit dem Namen Lindau, im Ort Tuum nordöstlich der Stadt Idlib. Im März 2019 zog der Medical Point in größere Räume. Er ist die erste Station, wenn Adnan Wahhoud auf seinen Reisen die vier Standorte abfährt.

seit Januar 2017

MP Oberschwaben in Toubat

aktiv
Nord-Idlib · Siedlung Toubat auf Salwaer Gemarkung

Ein Medical Point, ein Umzug, drei Namen. In Blanta ging er im März 2018 in Betrieb und am 15. Februar 2020 außer Betrieb. Dreieinhalb Monate später öffnete er neu gebaut in der Siedlung auf Salwaer Gemarkung, mit dem Personal der verlorenen Punkte aus Fattiere und Takad. Später wechselte das Schild vom Gemeindenamen Salwa auf den Dorfnamen Toubat — der Name Salwa ist bis Mai 2021 bezeugt, der Name Toubat ab Mai 2022; der Monat des Wechsels steht in keiner Quelle.

  1. Blanta März 2018 – Februar 2020 In Betrieb ab März 2018, zunächst unter dem Namen Lindau, ab Januar 2019 unter Oberschwaben. Am 15. Februar 2020 außer Betrieb.
  2. Salwa Juni 2020 – April 2022 Neubau in der Siedlung: zwei Untersuchungsräume, Apotheke, Warteraum. Personal und 85 Flüchtlingsfamilien kamen aus Fattiere und Takad.
  3. Toubat seit Mai 2022 Derselbe Ort — gewechselt hat nur der Name auf dem Schild, vom Gemeindenamen Salwa auf den Dorfnamen Toubat.
seit März 2018

Geschichte

Sechs Standorte arbeiten heute nicht mehr.

MP Lindau in Takad

zerstört
West-Aleppo

Der erste Medical Point, eröffnet im Juni 2013. Sieben Jahre lang war er die einzige medizinische Anlaufstelle für Takad und die Nachbardörfer. In der Nacht zum 15. Februar 2020 mussten die Bewohner ihr Dorf verlassen; am selben Tag wurde der Medical Point bombardiert. Sein Team arbeitet seither in Salwa weiter.

Juni 2013 – Februar 2020

MP Gießen in Ibbin

geschlossen
West-Aleppo · rund 35 km westlich der Stadt

Der erste von Gießen getragene Medical Point. Am 17. November 2013 hing über der Tür noch ein handgemaltes Holzschild; sechs Tage später wurde die gedruckte Tafel darüber montiert — auf der Aufnahme vom 23. November 2013 sind beide zusammen zu sehen. Von Ibbin aus begann auch das Waisenprojekt der Lindauhilfe: im März 2014 betreute es 37 Familien mit 109 Halbwaisen, im Juni 2014 bereits 54 Familien mit 175 Kindern. Eine Übersichtskarte vom November 2014 führt Ibbin als einen von fünf Standorten. Wann der Medical Point schloss, ist nicht belegt.

ab November 2013 · Ende nicht belegt (letzter Beleg: November 2014)

MP Roth in Abzemo

geschlossen
Nordwest-Syrien

Getragen vom Landkreis Roth. Die Einrichtung zog sich von Juni bis August 2014 hin — Regale, Malerarbeiten, Sanitär, Türen, Schlösser; die Kostenaufstellung führt sechzehn Posten. Die Eröffnungsbekanntmachung vom 12. Juli 2014 nennt zwei Sprechtage in der Woche, der Handzettel vom August bereits vier. Neben der Sprechstunde wurde Säuglingsmilch ausgegeben. Für das Jahr 2015 verzeichnet der Bericht an den Landkreis 11.736 Krankenbesuche, 63 Prozent davon Kinder; von Januar bis September 2016 kamen 11.409 hinzu. Wann der Medical Point schloss, ist nicht belegt.

ab Juli 2014 · Ende nicht belegt (letzter Beleg: September 2016)

MP Roth in Fattiere

zerstört
Süd-Idlib

Der südlichste Standort und über Jahre der größte: bis zu 2.900 Krankenbesuche im Monat, im Umkreis von zwanzig Kilometern gab es keine andere medizinische Einrichtung. Im August 2019 schlug eine Fassbombe hundert Meter neben dem Gebäude ein; im Oktober arbeitete das Team wieder. Am 1. Februar 2020 musste der Medical Point endgültig schließen, wenig später war er zerstört.

bis Februar 2020

MP Lindau in Khan Alassal

geschlossen
West-Aleppo · vor den Toren Aleppos

Direkt vor den Toren Aleppos. Im November 2016 musste der Medical Point wegen der Luftangriffe erstmals schließen und konnte im Februar 2017 wieder öffnen. Ab März 2019 war er nur noch an zwei Tagen in der Woche besetzt, weil Ärzte fehlten — viele hatten das Land verlassen. Am 1. Februar 2020 wurde er endgültig geschlossen.

bis Februar 2020

MP Lindau in Orom

geschlossen
Nordwest-Syrien

Ab Februar 2017 in Betrieb, zunächst getragen vom Verein Olivetas aus Bad Nauheim, ab Oktober 2017 von der Lindauhilfe. Der einzige Medical Point mit eigener Geburtshilfe: allein im September 2017 wurden dort zwölf Geburten betreut. Ausgebildet wurden hier außerdem eine Krankenschwester und eine Apothekenhelferin. Im November 2017 war Orom mit 2.680 Krankenbesuchen der größte aller Standorte.

Februar 2017 – November 2017

Was wir vor Ort tun

Medizinische Grundversorgung

Untersuchungen, Wundversorgung und Behandlung akuter Erkrankungen für Erwachsene und Kinder.

Mutter-Kind-Versorgung

Schwangerschaftsbegleitung, Geburtshilfe und Versorgung von Säuglingen unter schwierigen Bedingungen.

Medikamentenversorgung

Beschaffung und Verteilung essentieller Medikamente — direkt im Land eingekauft, gegen Schmerz, Infektionen und chronische Krankheiten.

Lokales Personal

Beschäftigung syrischer Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte — Hilfe schafft Würde und Arbeitsplätze.

Waisenhilfe

Monatliche Unterstützung von rund 225 Halb- und Vollwaisen aus 119 Familien — mitgetragen von der Peter-Dornier-Stiftung.

Verbindung Deutschland — Syrien

Transparente Koordination zwischen deutschen Unterstützern und syrischen Partnern vor Ort.

Wahhouds eigene Hand

„Dach über dem Kopf“ — die Wohnsiedlung Toubat

Binnenflüchtlinge sollten nicht irgendwo ein Zelt aufstellen und den Winter im Freien verbringen müssen. Aus diesem Satz wurde ein Dorf: 20.000 Quadratmeter in der Provinz Idlib, Baubeginn am 10. Dezember 2019. Jede Familie bekommt ein Grundstück von 8 × 8 Metern mit Fundament, dazu 800 US-Dollar als zinsloses Darlehen, zurückzuzahlen in Raten von 10 Dollar im Monat.

20.000 m² Grundstück in Idlib
125 Familien
800 $ je Familie, zinslos geliehen
2 Brunnen mit Solarpumpen

Vom Bauplan zur Siedlung

Bevor Toubat entstand, gab es diese Skizze: Dr. Wahhoud zeichnete den vollständigen Bebauungsplan eigenhändig auf kariertes Papier — 30 nummerierte Parzellen, Lebensmittelladen (28), Imbissstube (29), Friedhof (30), Vierer-Wohnblöcke, Moscheen, Asphalt- und Kieswege. Die Beschriftung ist zweisprachig in Deutsch und Arabisch.

Was als Strich auf kariertem Papier begann, steht heute auf 20.000 Quadratmetern in Idlib — Heimat für 125 Familien.

Handzeichnung auf kariertem Papier — vor Baubeginn
SkizzeHandzeichnung auf kariertem Papier — vor Baubeginn
Drohnenaufnahme der gebauten Siedlung — 125 Familien
RealitätDrohnenaufnahme der gebauten Siedlung — 125 Familien

Wie Toubat entstanden ist

Zweiundvierzig Aufnahmen, vom ersten Blatt Millimeterpapier bis zu den Beeten vor den Häusern. Die Pläne hat Adnan Wahhoud selbst gezeichnet; die Daten darunter stehen auf den Zeichnungen und in den Kameradaten der Fotos. Wo kein Datum überliefert ist, steht keins.

Die Pläne
19. Dezember 2019 Der erste Siedlungsplan: 27 nummerierte Grundstücke, mit Maßen und Himmelsrichtungen, beschriftet auf Deutsch und Arabisch.
März 2020 Bauplan der Grundschule „Wüstenkind“: sechs Klassenzimmer, Flur, Lehrerzimmer.
13. März 2020 Das Obergeschoss derselben Schule, mit der Treppe zum Kindergarten.
13. März 2020 Grundriss des Kindergartens.
13. März 2020 Ein zweiter Kindergarten-Grundriss vom selben Tag.
14. März 2020 Grundriss des Medical Point.
Derselbe Siedlungsplan mit Legende: Lebensmittelladen, Imbissstube, Friedhof.
12. August 2020 Der Grundriss der Moschee.
12. April 2021 Erweiterungsplan: vier weitere Häuserblöcke, die Wege gelb eingetragen.
12. April 2021 Derselbe Erweiterungsplan, ergänzt um Brunnen, Kinderspielplatz und Hauptstraße.
10. April 2023 Eine Ballspielfläche für Kinder und Jugendliche, 16 Meter lang.
Der Bau
6. Dezember 2019 Der Hang, bevor gebaut wurde: Olivenbäume, Steine, zwei Männer.
6. Dezember 2019 Dasselbe Grundstück von weiter oben.
11. Dezember 2019 Fünf Tage später steht der Bagger da. Adnan Wahhoud hält den Plan in der Hand.
11. Dezember 2019 Die ersten Steine sind aus dem Hang gebrochen.
24. Februar 2020 Zweieinhalb Monate später: die Fundamente stehen.
26. Februar 2020 Mauern aus Natursteinen, im Hintergrund arbeitet der Bagger weiter.
26. Februar 2020 Dieselbe Baustelle, ein paar Schritte weiter.
29. Februar 2020 Wasserleitungen werden zwischen die Mauern gelegt.
29. Februar 2020 Das Wasser kommt an.
3. März 2020 Zwischen den Fundamenten stehen schon Zelte.
30. September 2020 Ein halbes Jahr später: die Betonstützen des nächsten Blocks stehen.
4. Oktober 2020 Steine werden auf Maß geschnitten.
4. Oktober 2020 Die Mauern wachsen.
5. Oktober 2020 Adnan Wahhoud auf der Baustelle, die Aktentasche in der Hand.
5. Oktober 2020 Dieselbe Ecke, ein Maurer setzt den nächsten Stein.
6. Oktober 2020 Die Straße zwischen den Häuserblöcken, rechts und links die Rohbauten.
Ein Rohbau mit Gerüst, zwei Arbeiter tragen Steine heran.
Der Anschluss der Wasserleitung.
18. Juli 2023 Der Brunnen mit seiner Inschrift, dahinter die Solarzellen, die ihn speisen.
Das Dorf heute
Das Ortsschild „Toubat“ am Abend.
Die Dorfstraße, links der Laden.
Über die Dächer hinweg ins Tal.
Ein Kind vor einem fertigen Haus, davor angelegte Beete.
Gepflasterte Wege zwischen den Häusern; am Haus rechts hängt das Schild des Medical Point.
Eine Natursteinmauer mit frisch bepflanztem Beet.
Ein Olivenbaum, gepflanzt vor dem Haus.
Ein fertiges Haus mit Fenstern und Tür.
Der Spielplatz mit Schaukel, Rutsche, Wippe und Bänken.
Kinder auf dem Spielplatz, dahinter die Olivenhaine.
Ein Maisbeet zwischen den Häusern, Kinder schauen zu.
Junge Pflanzen im Beet.

Die Moschee, Blatt für Blatt

Auch der Gemeinschafts- und Gebetsraum beginnt als Handzeichnung auf kariertem Papier.

Die Handzeichnung, 12. August 2020.
Das zweite Blatt, 15. August 2020.
Das dritte Blatt derselben Reihe.
Die Stützen stehen, das Gelände ist geräumt.
Blick über die Baustelle in die Olivenhaine.
Adnan Wahhoud zwischen den Stützen.
Ein Maurer setzt die Natursteinschale.
Adnan Wahhoud auf der Baustelle.
Der künftige Innenraum, noch im Rohbau.
Adnan Wahhoud an der fertigen Steinmauer.
Zugeschnittene Steine warten vor dem Bau.
Mauern und Fensteröffnungen.
Die Bewehrung der Decke liegt.
Die Deckensteine werden gesetzt.
Der Rohbau steht.
Die Natursteinfassade mit den grünen Fenstergittern.
Dieselbe Seite, die Beete sind angelegt.
Beide Minarette, von der Straße aus.
Ein Minarett in ganzer Höhe.
Die Spitze mit dem Halbmond.
Das grüne Eingangsportal.
Adnan Wahhoud auf der Kanzel.
Innen: die Gebetsnische und die Kalligrafietafel darüber.
Der Gebetsraum mit ausgelegten Teppichen.
Abends, die Beleuchtung brennt.
Abenddämmerung über beiden Minaretten.

Die Siedlung aus der Luft

Die Siedlung am Hang, dahinter die Olivenhaine.
Senkrecht von oben: Flachdächer und Solarzellen.
Die mit Natursteinen gepflasterten Wege.
Die Zufahrt ins Dorf.
Der obere Teil der Siedlung, schräg von der Seite.
Das ganze Dorf, von weit oben.

Toubat aus der Drohne

Am Ortsschild von Toubat Adnan Wahhoud am Ortsschild; die Drohne steigt auf und gibt den Blick über die Siedlung frei.
Die ganze Siedlung Toubat aus großer Höhe, einmal umflogen: die weißen Häuser im Karree, ringsum Olivenhaine und gepflügte Felder.
Von weit nach nah Senkrecht über dem Ort, langsam tiefer: die gepflasterten Wege, die Solarzellen auf jedem Dach, der Platz in der Mitte.
Über den Ort, vom Spielplatz bis ganz nach oben Der längste Flug: erst dicht über den Häusern, dann über den Spielplatz mit Schaukel und Rutsche, zuletzt senkrecht hinauf über die ganze Siedlung.
Über den Dächern Nah über den einzelnen Häusern: Wassertanks, Solarzellen, Wäsche auf den Dächern, Menschen auf dem Platz davor.
Zwischen den Häusern Schräg über die Häuserzeilen: Balkone, Gärten zwischen den Mauern, ein Laden an der Straße.
Der Spielplatz Sehr nah über den Kindern auf dem Platz, dann steigt die Drohne und gibt den Blick über die Siedlung frei.
Am Rand des Dorfes Wo die Häuser aufhören: Olivenhaine in Reihen, der Weg hinaus, eine Herde darauf.
Die Siedlung von oben Senkrecht über Toubat: Flachdächer, Solarzellen, die gepflasterten Wege.
Die Moschee im Dorf Nah über dem Gebets- und Gemeinschaftsraum: Bougainvillea in Blüte, Kinder davor.

Hilfsprojekte

Aus der medizinischen Hilfe sind weitere Projekte gewachsen — Suppenküchen, Ausbildungswerkstätten, Wiederaufbau-Hilfe. Was die Reiseberichte der vergangenen Jahre dokumentieren, läuft in voller Stärke.

Drei Wohltätigkeitsküchen
Suppenküchen

Drei Wohltätigkeitsküchen

Stadtküche in Idlib, Dorfküche in Toubat und seit Januar 2025 eine neue Küche in Ain Tarma bei Damaskus. Zusammen täglich 2.500–3.000 Mahlzeiten an die Ärmsten, sechs Tage pro Woche — im Ramadan sieben. Eine Portion (1,5 l Gemüse, ½ kg Kartoffeln, 3 gekochte Eier, 3 Fladenbrote) kostet im Großeinkauf ca. 1,50 €.

~3.000 Mahlzeiten täglich
„Mahal Hani" im Dorf Toubat
Bäckerei

„Mahal Hani" im Dorf Toubat

Solar-betriebene Bäckerei, eröffnet 2021. Drei Brüder führen sie — ihr Vater und ihr älterer Bruder fielen im Krieg in Aleppo. Vom Lohn der Jungen lebt der Rest der Familie. Nach dem Erdbeben 2023 versorgte „Mahal Hani" wochenlang die Erdbebenopfer mit kostenlosen Backwaren.

3 Brüder · Solar & Gas
Ausbildung & Produktion
Nähwerkstatt

Ausbildung & Produktion

Im Dorf Toubat lernen je sechs Frauen in 6-monatigen Kursen das Schneider-Handwerk: zwei Monate Grundausbildung, vier Monate Produktion. Hergestellt werden Schulkleidung für die Wüstenkind-Schule, Festkleider zum Ramadan-Fest, Kleidung für Waisenkinder und Erdbebenopfer.

6 Näherinnen pro Kurs
Elektro- & PC-Lehrwerkstatt
Berufsausbildung

Elektro- & PC-Lehrwerkstatt

Seit März 2023 bildet ein Elektro-Ingenieur rund zwölf Jungen pro Jahr in Theorie und Praxis zu Elektrikern aus — finanziert durch den Deutsch-Syrischen Verein e.V. (Vorsitz Safouh Labanieh). Seit Juni 2024 läuft parallel ein PC-Ausbildungskurs für Mädchen, täglich zwei Stunden am Nachmittag.

12 Schüler pro Jahrgang
Wiederaufbau

„Dach über dem Kopf" in Ain Tarma

Nach dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 kehrten viele Familien nach Ain Tarma bei Damaskus zurück — ihre Häuser stehen noch, aber Türen und Fenster fehlen, sanitäre Anlagen sind zerstört. In drei Wintermonaten 2025/26 wurden 16 Familien mit je 500 USD beim Wiederherrichten unterstützt.

16 Familien · je 500 USD
Ramadan-Pakete für 500 Familien
Lebensmittelhilfe

Ramadan-Pakete für 500 Familien

Zum Ramadan jährlich rund 500–690 Lebensmittelpakete à 24 kg in den ländlichen Gebieten von Idlib, Aleppo und Damaskus. Jedes Paket enthält Reis, Spaghetti, Linsen, Pflanzenöl, Datteln, Tomatenmark — Grundversorgung einer vierköpfigen Familie für drei Wochen. Großeinkauf-Kosten: 30 € pro Paket.

500–690 Pakete à 24 kg

Partner & Unterstützer

Die Arbeit wird getragen von einem Netzwerk privater und institutioneller Partner — vom lokalen Service-Club bis zu Stiftungen und staatlichen Förderprogrammen.

Innerwheel Club Oberschwaben Frauen-Service-Club
Wüstenkind e.V. Schule & Kindergarten in Salwa
Lindauhilfe für Syrien Initiative · Bürgerschaft Lindau und Umgebung
KKNH e.V. Roth Kriegskindernothilfe · Trägerverein
Peter-Dornier-Stiftung Waisenhilfe
VIOLET Syrische Partnerorganisation
Rotary & Lions Club Lindauer Service-Clubs
UTT Krumbach Technische Textilien · Logistik
Bürgerstiftung Wasserburg Benefizkonzerte
friedens räume Villa Lindenhof Friedensarbeit & Begegnung · Lindau
Lions Club Aachen Service-Club · Aachen
DSV Deutsch-Syrischer Verein Dresden Deutsch-syrische Zusammenarbeit · Sachsen
Khan Schaichun · 6. April 2017

Zwei Tage nach dem Giftgasangriff

Am 4. April 2017 wurde die Stadt Khan Schaichun in der Provinz Idlib mit einem chemischen Kampfstoff angegriffen. Zwei Tage später fuhr Adnan Wahhoud selbst hin und fotografierte, was er vorfand.

Es sind Bilder des Ortes, nicht der Opfer: die markierte Einschlagstelle, das abgestorbene Grün am Straßenrand, der Ortseingang.

Die Landstraße auf die Stadt zu. Rechts ein Feld, das noch steht.
Der Wegweiser vor der Stadt: Khan Schaichun, 110 km bis Aleppo, 280 km bis Damaskus.
Die markierte Einschlagstelle in der Fahrbahn.
Dieselbe Stelle aus der Nähe: die rote Warntafel mit Totenkopfzeichen dicht am Rand des Lochs im Asphalt.
Die Straße im betroffenen Ortsteil. Auf dem Trümmerstein in der Fahrbahnmitte steht eine rote Warntafel.
Dieselbe Stelle von der anderen Straßenseite.
Wahhoud (rechts) an der Einschlagstelle, im Gespräch mit einem Pressefotografen.
Dasselbe Gespräch aus größerem Abstand. Der Fotograf trägt eine Schutzweste mit der Aufschrift „Press“.
Verdorrtes Laub unmittelbar neben unversehrtem Grün.
Dieselbe Stelle aus der Nähe: vertrocknete Blätter zwischen unversehrten.
Ein ganzer Feldrand am Ortsrand, Blatt für Blatt vertrocknet.
Weiter am selben Feldrand, dieselbe Mischung aus Verdorrtem und Grünem.
Distelbewuchs am Ortsrand, dahinter die Silos von Khan Schaichun.
Am Ortseingangstor von Khan Schaichun, mit dem Schild der Hilfsorganisation Al-Rahma.
Das Ortseingangstor von vorn. Davor stehen Marktstände unter blauen Planen.
Die markierte Einschlagstelle in der Fahrbahn

Die Filmaufnahmen desselben Tages

Die Aufnahmen haben Ton und starten deshalb erst auf Klick, nicht von selbst.

Die Anfahrt Über Land nach Khan Schaichun, an grünen Feldern vorbei.
Vor der Stadt Die Felder kurz vor dem Ort, aus dem fahrenden Wagen.
Der Wegweiser Khan Schaichun, 110 km bis Aleppo, 280 km bis Damaskus.
Am Ortseingang Vorbei am Ortsschild, zwischen Olivenbäumen.
Durch den betroffenen Ortsteil Die Hauptstraße, links und rechts zerstörte Häuser, keine Menschen.
Die Einschlagstelle Die markierte Stelle in der Fahrbahn, mit der roten Warntafel.
Am Ortsrand Eine zerstörte Anlage mit Silos, Trümmer bis an die Straße.
Die Rückfahrt Hinaus aus dem Ort, dieselbe Straße zurück.
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Jeder Euro heilt.

Die Medical Points werden ausschließlich durch private Spenden finanziert. Es gibt keinen Verwaltungsapparat — jeder Betrag fließt direkt in die Versorgung der Menschen vor Ort.

Bei Fragen zur Verwendung melden Sie sich gerne per E-Mail an .

Empfänger
Kriegskindernothilfe e.V.
IBAN
DE69 7735 0110 0038 0975 23
BIC
BYLADEM1SBT
Verwendungszweck
Spende Lindauhilfe

Spendenquittung wird ausgestellt — bitte vollständige Adresse im Verwendungszweck angeben.